Zeichen der Hautalterung – Falten

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Etwa ab dem 25. Lebensjahr machen sich die Zeichen der allgemeinen Hautalterung auf der Haut bemerkbar. Mit zunehmendem Alter verlangsamen sich die hauteigenen Prozesse und die Hautstruktur wird schwächer. Die Stoffe, die für eine straffe und glatte Haut sorgen, werden allmählich abgebaut. Die Ursache dafür ist eine Kombination der Auswirkungen der natürlichen Hautalterung und äusserer Faktoren.

Zu den auffälligsten ersten Zeichen der Hautalterung zählen Falten, die sich im Laufe der Zeit vertiefen. Es gibt eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, sowohl nichtinvasiver als auch invasiver Natur.

Zusatzfaktoren

Welche weiteren Einflussfaktoren gibt es?

Falten gehören unvermeidlich zum Älterwerden dazu, jedoch kann die Faltenbildung durch innere und äussere Faktoren beschleunigt werden.

Die Sonnenstrahlen beschleunigen die Hautalterung stärker als jeder andere äussere Faktor.

Sonnenlicht
Wenn das Sonnenlicht auf ungeschützte Haut auftrifft, können die UV-Strahlen die Faltenbildung verstärken. Der ausgedehnte und wiederholte Aufenthalt in der Sonne schädigt das Kollagen. Dadurch verliert die Haut an Elastizität und die geschwächte Hautstruktur wirft schneller Falten. Weitere Informationen zu den Auswirkungen der UVA- und UVB-Strahlen auf die Haut.

Rauchen
Das Rauchen löst oxidativen Stress aus. Die entstehenden freien Radikale schädigen die Hautstruktur und verstärken die allgemeinen Zeichen der Hautalterung, unter anderem Falten. Darüber hinaus schädigen das Nikotin und die Chemikalien in den Zigaretten das Kollagen und Elastin in der Haut. Das wirkt sich auf ihre Festigkeit und Elastizität aus und kann ebenfalls Falten hervorrufen.

Altersbedingte Trockenheit
Ein häufiges Zeichen für die Hautalterung ist die altersbedingte Trockenheit. Da bei älterer Haut die Funktionen nachlassen, kann die Haut zunehmend austrocknen, jucken oder auch rau werden. Dies geschieht u.a., weil in der Haut weniger Hyaluronsäure gebildet wird. In diesem Zustand neigt die Haut stärker zu Falten.

Zeichen Und Symptome, Ursachen Und Auslöser

Wo wird die Haut faltig, und warum?

Die Hautstruktur und die hauteigenen Stoffe unterliegen im Laufe der Zeit Veränderungen. Diese können sich auf der Haut als Fältchen und Falten bemerkbar machen.
Die ersten sichtbaren Fältchen und Falten zeigen sich in der Augenpartie.

Wenn wir älter werden, werden die Stoffe abgebaut, die für eine glatte Haut verantwortlich sind. Diese sind unter anderem Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure. In junger Haut sorgen die regelmässige Anordnung des Hautgewebes und die reichliche Versorgung mit Kollagen und Elastin, den Bausteinen der Hautstruktur, für eine gleichmässige und straffe Haut. Im Laufe der Zeit wirken sich der natürliche Alterungsprozess, der durch genetische Faktoren bestimmt wird, und der oxidative Stress durch äussere Faktoren wie zum Beispiel Sonneneinwirkung auf das Aussehen der Haut aus. Jedes Jahr geht der Kollagengehalt um 1  % zurück, die Hautstruktur wird zunehmend unregelmässig und dadurch verliert die Haut an Festigkeit und es bilden sich Falten.

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Faltenbildung ist die nachlassende Produktion an Hyaluronsäure. Der feuchtigkeitsbindende Stoff umgibt die Zellen und verleiht der Haut ihr jugendliches, glattes Aussehen. Sinkt der Gehalt an diesem hauteigenen Stoff verliert die Hautstruktur spürbar an Volumen und Straffheit und wird anfälliger für Falten.

Diese allgemeinen Alterungsprozesse tragen ebenfalls dazu bei, dass Dichte und Volumen verloren gehen.

Auf der Stirn und zwischen den Brauen bilden sich Falten und um die Augen Lachfalten. Diese entwickeln sich allmählich zu tieferen Falten.
Die Fältchen um Mund und Nase vertiefen sich und werden sichtbar – die Nasolabialfalten.

Im Gegensatz zum Volumen- oder Dichteverlust sind Falten jedoch sehr auffällig, da sie auf der Gesichtshaut auftreten. In der Regel treten diese an den folgenden Stellen zuerst auf:

Auf der Stirn erscheinen horizontale und zwischen den Augenbrauen vertikale Falten. Zunächst handelt es sich um Mimikfalten, die zum Teil mit dem Gesichtsausdruck zusammenhängen. Mit der Zeit werden diese immer tiefer.

Am äusseren Rand der Augen erscheinen kleine Fältchen, die allmählich grösser werden. Sie werden auch Krähenfüsse oder Lachfalten genannt. Diese Falten fallen häufig zuerst ins Auge. Da die Haut in dieser Partie dünner ist, ist sie auch für Falten anfälliger als andere Partien im Gesicht.

Von der Nase bis zum Mundwinkel reichen tiefe Falten, die die beiden Partien verbinden. Sie werden Nasolabialfalten genannt. Da sie auch ein Zeichen für schlaffere Haut sind, gelten diese Falten auch als Zeichen für den Volumenverlust.

Mit der Zeit treten im gesamten Gesicht Fältchen auf. Diese entstehen nicht durch einen Gesichtsausdruck und sind immer zu sehen. Die Haut erscheint zunächst knittrig, woraus dann allmählich tiefere Falten entstehen. Diese bilden sich durch die geringere Elastizität und Dichte. Sie können zwar überall im Gesicht auftreten, sind jedoch um und direkt unter den Augen am auffälligsten.

Lösungen

Verbesserung des Hautbilds

Obwohl die Haut aller Menschen altert, können Sie einiges unternehmen, um die Falten zu verringern und die Haut wieder zum Strahlen zu bringen.

Wirkstoffe

Anti-Age-Produkte enthalten die folgenden Wirkstoffe. Jeder Wirkstoff erfüllt in der Haut eine andere Funktion und kann zusammen mit den anderen Wirkstoffen der Kosmetikprodukte  das Erscheinungsbild der Falten auf unterschiedliche Art und Weise mildern.

Die Verwendung von Anti-Age-Produkten kann dazu beitragen, Falten zu mindern.
Als Wirkstoffe in Anti-Age-Pflegen werden Alphahydroxysäuren, Pentapeptide, Hyaluronsäure, Saponin, Magnolol und Oligopeptide eingesetzt.

  • Pentapeptide
    Diese unterstützen die hauteigene Kollagenproduktion und den Aufbau der Hautstruktur, um die Falten zu glätten.
  • Alphahydroxysäuren  (AHA):
    Sie wirken wie ein gründliches Peeling. Die Säuren brechen die Verbindung zwischen trockenen und beschädigten Zellen auf, sodass neue Haut an die Oberfläche gelangen kann.
  • Hyaluronsäure
    Dieser hauteigene Stoff kann bis zum 30-Fachen seines Molekulargewichts an Wasser binden. Als Wirkstoff in der Hautpflege polstert er die Haut wirkungsvoll auf und kann daher gezielt zur Faltenreduzierung eingesetzt werden. Der Hauptwirkstoff im Eucerin Hyaluron-Filler.
  • Saponin
    Das bioaktive Glycin-Saponin, das aus der Sojabohne gewonnen wird, ist einer der Stoffe, der die Bildung der Hyaluronsäure in der Haut am wirkungsvollsten ankurbelt. Er dringt selbst in die unteren Schichten der Epidermis ein, in denen die Falten entstehen, um die Bildung neuer, auffüllender Hyaluronsäure anzuregen. Er ist einer der Hauptwirkstoffe im Eucerin Hyaluron-Filler.
  • Magnolol
    Ein hoch konzentrierter Wirkstoffextrakt aus Magnolienrinde, der die Anzahl und Grösse der volumengebenden Zellen in den tieferen Hautzellen steigert und so ihre Speicherkapazität erhöht (in In-vitro-Studien nachgewiesen). Durch diese Füllwirkung werden Falten gemindert. Der Extrakt wird auch zur Behandlung von Dichte- und Volumenverlust eingesetzt.
  • Oligopeptide
    Stimulieren und fördern das Kollagennetz in der Dermis. Die Hautstruktur wird gestärkt und dadurch werden die Falten gemindert. Oligopeptide regen zudem den Stoffwechsel in der Haut an und beleben so das Zusammenspiel der Zellen, um der Haut zu neuem Strahlen zu verhelfen. Sie werden auch zur Behandlung von Dichte- und Volumenverlust eingesetzt.

Invasive Behandlungen

Tiefe Nasolabialfalten zwischen Nase und Mund, auch Lachfalten genannt, werden häufig mit Dermalfillern behandelt.
Dermalfiller werden mit einer feinen Nadel gespritzt. Die Behandlung wird von einem Dermatologen in einer Praxis durchgeführt.

Injektionen mit Fillern: Filler wurden entwickelt, um die Haut aufzupolstern und so Falten zu mindern. Am häufigsten wird Hyaluronsäure gespritzt.

Die Forschung hat gezeigt, dass manche Hautpflegeprodukte mit Hyaluronsäure die Wirkung der Injektionen deutlich verbessern kann, wenn die Produkte über einen längeren Zeitraum regelmässig nach den Injektionen angewendet werden, besonders in der Augenpartie. Hyaluronsäure ist der Hauptwirkstoff im Eucerin Hyaluron-Filler und wurde in wissenschaftlichen Tests mit messbarem Erfolg, besonders in der Augenpartie, als begleitende Hautpflege getestet. Weitere Informationen zur Forschung.

Botox-Injektionen: Mit einer Botox-Injektion werden die Bewegungen der Gesichtsmuskel vorübergehend ausgeschaltet. Der Wirkstoff wird meistens an der Stirn und um die Augen eingespritzt. Dadurch werden Mimikfalten reduziert. Da der Effekt nach mehreren Monaten nachlässt, müssen die Injektionen wiederholt werden, um ein bleibendes Ergebnis zu behalten.

Diese Verfahren sollten immer von einem Dermatologen oder einer fachlich entsprechend qualifizierten Person in einer Praxis ausgeführt werden.

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