Ekzeme – Woher sie kommen und was hilft

Juckreiz, Rötungen und Schwellungen der Haut sind die üblichen Warnsymptome von Ekzemen. Sogenannte exogene Ekzeme werden durch bestimmte Stoffe oder Erreger ausgelöst, wohingegen endogene Ekzeme, wie beispielsweise das atopische Ekzem (Neurodermitis) genetische Ursachen haben.

In jedem Fall ist es wichtig, dass Sie einen Arzt aufsuchen und einen individuellen Therapieplan erstellen. Was Sie zusätzlich noch tun können, um die Symptome zu minimieren, erfahren Sie hier.

 

 

Dos und Don’ts bei Ekzemen

Mit diesen Tricks unterstützen Sie die Ekzeme bei der Heilung.

 

 

Kratzen vermeiden

Auch wenn Ekzeme fürchterlich jucken, sollten Sie niemals kratzen! Und schon gar nicht mit Behelfsgegenständen wie Gabeln oder ähnlichem. Denn dadurch werden die Symptome umso schwerwiegender, da die aufgekratzte Haut bei ihrem Heilungsprozess zusätzlich juckt.

Dass das Kratzen so gut tut liegt daran, dass durch das Kratzen das Hormon Serotonin ausgeschüttet wird. Bekannt wurde es durch die positiven Wirkungen auf die Stimmung, die das Wohlbefinden und die Zufriedenheit steigern und deshalb unter anderem auch in bewusstseinsverändernden Drogen genutzt wird. Das heisst konkret: Kratzen macht süchtig. Besonders dann, wenn sich eine Routine einschleicht und es dadurch gewissermassen zu einer Konditionierung kommt.

Führen Sie sich diese Tatsache vor Augen, um gegen die Kratz-„Sucht“ angehen zu können. Am Besten ist, Sie achten auf sich selbst und verzeihen sich das Kratzen nicht mehr.

Um die Umstellung zu unterstützen, können Sie sich selbst helfen, indem Sie sich etwa ablenken oder Bandagen um die juckenden Stellen wickeln.

Ein weiterer Grund, weshalb Sie nicht kratzen sollten, ist, dass Bakterien leichter in die offenen Wunden eindringen können. Dadurch wird der Heilungsprozess verlangsamt oder die Verletzungen gar verschlimmert.

Auf diese Weise verstärkt sich der Juckreiz und Sie stossen die Türe zu einem Teufelskreis auf. Diesen zu unterbrechen wird mit der Zeit immer schwieriger.


 

 

Das hilft bei Ekzemen

Je nach Typ und Häufigkeit der Schübe von Ekzemen helfen unterschiedliche Massnahmen. Deshalb ist das Wichtigste, dass Sie sich selbst genau beobachten um herauszufinden, was bei Ihnen neue Schübe auslöst und was Ihnen und Ihrer Haut besonders gut tut.
Um den Schüben vorzubeugen, können Sie folgendes tun:

 

 

1. Stress meidena

Ein häufiger Auslöser von Ekzemen ist Stress. Achten Sie deshalb besonders in Ihrem Alltag darauf, unangenehme Situationen zu verbessern und Dinge zu meiden, die Sie stören.

Das heisst für den ersten Schritt erst einmal Selbstreflektion.

Was tut Ihnen gut? Was stresst Sie besonders? Wie können Sie diesen Situationen zukünftig begegnen? Können Sie diese Situationen vollkommen meiden? Oder gibt es einen Weg, wie Sie besser damit leben können?

An sich selbst hohe Ansprüche zu stellen ist gut und bringt Sie voran. Achten Sie aber darauf, dass Sie sich nur das vornehmen, was Sie auch wirklich erreichen können. Ansonsten setzen Sie sich nur selbst unnötig viel Stress aus.

Wenn Sie allerdings unter ungesunden Arbeitsverhältnissen, Mobbing am Arbeitsplatz oder an Nervosität leiden, sollten Sie diese Dinge in Ihrem Team ansprechen und mit ihm neue Wege suchen, die Situation zu verbessern.

Zu guter Letzt sollten Sie Ihren Fokus nicht auf den Stress, sondern auf die kleinen und grossen Glücksmomente legen und sich genügend Auszeiten gönnen. Wie wäre es zum Beispiel mit Meditation oder einem Yoga-Schnupperkurs?

2. Gesunde Ernährung

Gute Ernährung ist nicht nur gesund, sondern macht auch Spass. Sich für die Essenszubereitung und das Essen Zeit zu nehmen, mag für manche eine Umstellung sein. Doch es lohnt sich!

Erstellen Sie einen Speiseplan nach Ihrem Geschmack und achten Sie dabei auf folgende Punkte:

  • Viel Wasser trinken: Flüssigkeit unterstützt den Zellstoffwechsel der Haut und befeuchtet

  • Ungesättigte Fettsäuren ölen die Haut von innen (z.B. als Supplemente ans Nachtkerzenöl)

  • Viel farbenfrohes Gemüse

  • Viel Obst: Das gilt nicht für Zitrusfrüchte, da die Säure den Juckreiz verstärken kann

  • Fleisch: Gönnen Sie sich maximal ein Mal wöchentlich ein Fleischgericht

  • Zucker minimieren

  • Gewürze: Achten Sie darauf, dass Ihr Essen nicht zu scharf gewürzt ist, da dies die Haut zusätzlich irritiert

  • Getreide: Verzichten Sie bestmöglich auf Weizenmehl und setzen Sie stattdessen lieber auf Dinkelbrot oder Reis

  • Eier und Milch: Diese tierischen Produkte können bei empfindlicher Haut Neurodermitis verursachen

  • Zusatzstoffe: Vermeiden Sie Farb, Aroma und Konservierungsstoffe. Diese sind in vielen Fertigprodukten und Süssigkeiten enthalten

  • Smoothies: Statt Süssigkeiten können Sie sich stattdessen abwechslungsreiche Smoothies gönnen. Avocados ölen die Haut von innen, Randen enthält guttuende Antioxidantien, Honig und Ingwer runden das Rezept ab

Das A und O ist jedoch die Kenntnis darüber, welche Nahrungsmittel bei Ihnen Intoleranzen und Allergien auslösen. Hier hilft ein Allergietest beim Dermatologen.

3. Im Winter

In der kalten Jahreszeit gibt es kaum schöneres, als in ein wohlig warmes Zuhause zu kommen. Gerne lässt man dann auch die Heizung voll laufen. Die Heizungsluft trocknet allerdings die Luft aus, wodurch die Barrierefunktion der Haut angegriffen wird. Durch die Irritationen können Schadstoffe und Allergene leichter in die Haut eindringen, was Ekzeme zur Folge hat.

Aus diesem Grund sollten Sie im Winter für genügend Luftbefeuchter sorgen. Am besten sowohl zu Hause als auch bei der Arbeit.

Auch ein pflegendes Ölbad schafft sofortige Linderung.

4. Im Sommer

Im Sommer dagegen kann die Hitze den Juckreiz verstärken. Verwenden Sie nachts dünne Decken, um nicht zu sehr zu schwitzen. Und an heissen Sommertagen können Sie mit einer kühlen Dusche Ihre Haut erfrischen.

So gut die Dusche auch tut – der natürliche Schutzfilm der Haut wird durch sie angegriffen. Deshalb sollten Sie auf keinen Fall aggressive Duschgels oder Shampoos verwenden. Greifen Sie stattdessen zu Pflegeprodukten, die speziell für die Bedürfnisse von trockener und überempfindlicher Haut hergestellt sind und verwenden Sie davon so wenig wie möglich.

5. Sauberkeitsstandards einhalten

Das Umfeld, in dem Sie sich bewegen und mit dem Sie wortwörtlich in Berührung kommen, hat grossen Einfluss auf die Beschaffenheit der Haut.

Für das Bett heisst das:

  1. Milbenbezüge für die Matratze verwenden (achten Sie auf das aha! Allergielabel)

  2. Um die Milben bestmöglich zu entfernen, sollten Sie die Matratze regelmässig absaugen

  3. Waschen Sie Ihre Bettwäsche wöchentlich bei mindestens 60°C

  4. Tragen Sie immer einen Schlafanzug und wechseln Sie diesen regelmässig

  5. Bevorzugen Sie glatte Stoffe, um Hautirritationen zu vermeiden

Milben lieben Feuchtigkeit. Deshalb sollten Sie die Luftfeuchtigkeit im Zimmer minimieren und die Bettdecken täglich auslüften.

6. Das Richtige für die Haut

Die Haut ist Ihr Schutz vor der Umwelt. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Haut gut zu pflegen und sie mit speziellen Pflegeprodukten bei der Regeneration zu unterstützen.

Um trockener Haut wieder ihre Feuchtigkeit zurück zu schenken, helfen rückfettende Produkte. Dies gilt bei trockener als auch bei dünner werdender Haut im Alter.

Achten Sie bei der Wahl der Produkte auf folgende Wirkstoffe:

  • In Apotheken gibt es zudem rezeptfreie Anti-Juckreiz-Substanzen, die örtlich betäuben und die Schmerzen lindern – zum Glück innert Minuten

  • Cortison-Präparate der neuen Generationen gehen nicht mehr in den Körper über und können in vielen Fällen helfen, solange die Ursache keine innere Erkrankung ist. Sie lindern die Entzündung und können bei der Behandlung von Allergien helfen

  • Omega-Öle aus der Nachtkerze und auch Traubenkerne beruhigen und schützen die gereizte Haut

7. Wohltuender Lebensstil

Bei Ekzemen hilft es nicht, nur ab und zu gesund zu leben. Denn die Anfälligkeit für neue Schübe bleibt bestehen. Aus diesem Grund tuen Sie sich und Ihrer Haut einen Gefallen, wenn Sie Stetigkeit in Ihren Alltag bringen, schlechte Angewohnheiten über Bord werfen und gesunde Routinen integrieren.

Unterstützung auf diesem Weg bietet zum Beispiel das aha! Gütesiegel auf ausgezeichneten Produkten und Kosmetika. Besonders beliebt sind auch die monatlich angebotenen Schulungen für betroffene Familien in verschiedenen Schweizer Städten.

 

 

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