Neurodermitis – Richtige Pflege und Behandlung

Neurodermitis ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine Diagnose das ganze Leben beeinflussen kann. Wenn Sie nicht schon wieder täglich mit trockener und juckender Haut zu kämpfen haben befürchten Sie womöglich schon den nächsten Schub. Die Krankheit begleitet Sie jeden Tag. Und das nicht nur Sie selbst, sondern auch Ihre Familie, Freunde und Kollegen.

Manche Angehörige reagieren geradezu übervorsichtig aus der unbegründeten Angst sich anzustecken. Und auch Personen, die von der Erkrankung wissen, entgegnen den Symptomen zuweilen negativ. Solche Reaktionen können den psychischen Druck zusätzlich erhöhen.

Viele, die von Neurodermitis betroffen sind, kennen die Schwierigkeit die richtige Therapie zu finden. Aus diesem Grund zeigen wir hier für Sie auf, was vielen Personen in den verschiedenen Phasen der Erkrankung mit Neurodermitis hilft, was Sie in den Zwischenzeiten tun können und wie Sie am besten auf akute Schübe reagieren.

 

Was bei Neurodermitis hilft

Wenn Sie an Neurodermitis leiden haben Sie die Krankheit langfristig und auch an den Tagen, an welchen sie gerade nicht fühlbar oder sichtbar ist. Leider ist das kein Grund, sich entspannt zurückzulehnen. Denn durch falsche Hautpflegeprodukte oder Stress können erneute Krankheitsschübe ausgelöst werden.

 

Akuten Juckreiz lindern

Trotz aller Vorsicht und Mühe können Schübe auftreten. Egal, ob akuter Juckreiz, extrem trockene oder nässende Haut: Wenn Sie unter Neurodermitis leiden können Sie neben der Behandlung der Haut auch auf Medikamente zurückgreifen, welche die Aktivität des Immunsystems beeinträchtigen, wodurch die Symptome gelindert werden. Die Medikamente können Sie entweder einnehmen oder in Form von Salben direkt auf Ihre Haut auftragen.

Um solchen akuten Schüben vorzubeugen sollten Sie in Ihrem Alltag bestimmte Regeln der Hautpflege und Ihres Lebensstils beachten. Zur Belohnung kann sich Ihre Lebensqualität dadurch spürbar erhöhen.

 

Für lange Phasen zwischen den Schüben

Tägliche Hautpflege ist das A und O bei Neurodermitis. Aber haben Sie sich auch schon einmal gefragt, für welches Mittel um alles in der Welt Sie sich entscheiden sollen?

Die richtige Pflege hängt von der Beschaffenheit der Haut ab. Neigt Ihre Haut in den Ruhephasen zwischen den Schüben eher zu Trockenheit oder nässt sie?

  • Bei trockener Haut sollten Sie sich auf die Cremes und Lotions konzentrieren, die einen hohen Fettgehalt haben.
  • Bei nässender Haut hingegen verliert die Haut an Feuchtigkeit, weshalb Sie den Feuchtigkeitshaushalt wieder ausgleichen sollten. Dazu dienen sogenannte Öl-in-Wasser-Mischungen, die einen vergleichsweise hohen Wasseranteil haben.

Das gewählte Produkt wirkt am besten, wenn Sie es direkt nach der Dusche auf die noch feuchte Haut auftragen.

Doch nicht nur nach der Dusche sollte die Wahl für ein Pflegeprodukt gut überlegt sein. Auch die Wahl der Duschgels und Shampoos hat Einfluss auf Hautreaktionen. Setzen Sie deshalb für die Pflege Ihrer Haut auf rückfettende und seifenfreie Produkte.

Hinzu kommt, dass der Körper unter Stress Stresshormone ausschüttet. Diese führen dazu, dass Ihr Immunsystem angeregt wird und neue Schübe ausbrechen können. Deshalb sollten Sie sich genügend Auszeiten und Ruhe gönnen. Am besten geht das abseits des Alltags. Aufenthalte in den Bergen oder am Meer sind in diesem Fall ein gutes Mittel, um wieder durchatmen zu können – und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Soviel dazu, wie Sie selbst den Krankheitsverlauf von Neurodermitis positiv beeinflussen können. Doch es gibt auch negative Faktoren, welche neue Schübe von Neurodermitis begünstigen.

 

Was Sie auf jeden Fall vermeiden sollten

Ganz wichtig: Während akuter Schübe sollten Sie auf das Jucken der Haut nicht mit „mechanischen“ Lösungen reagieren. Und wenn doch gilt: Tätscheln und klopfen statt reiben und kratzen. Noch besser allerdings ist die Behandlung der Haut mit „chemischen“ Lösungen, wie beispielsweise durch Ernährungsumstellungen oder mit den richtigen Pflegeprodukten.

Klar, das Kratzen mag den Schmerz für einen Augenblick lindern. Dennoch besteht dadurch die erhöhte Gefahr einer Infektion. Bakterien und Pilze können sich an den offenen Stellen einfacher einnisten und die Entzündung verstärken. In diesen Fällen ist eine zusätzliche Behandlung mit Antibiotika oder Antimykotika notwendig.

Wenn Sie einen Zusammenhang zwischen bestimmten Stoffen und dem Auslösen eines Schubes bei sich feststellen sollten Sie diese bestmöglich meiden. Viele Neurodermitis Patienten reagieren besonders empfindlich auf folgende Faktoren:

  • Stress
  • Bestimmte Lebensmittel
  • Pollen
  • Hausstaubmilben
  • Tierhaare
  • Wolle

Aus diesem Grund sollten Sie bei Neurodermitis umso mehr auf gesunde Ernährung, Sauberkeit und die Zusammensetzung Ihrer Kleidung achten. Das gilt für Erwachsene genauso wie für Kinder.

 

Nur das Beste für das Kind

Im Kleinkindalter tritt Neurodermitis überdurchschnittlich häufig auf und verschwindet im Verlauf der ersten Lebensjahre oder mit dem Ende der Pubertät. Grund also, die Hoffnung nicht schon früh aufzugeben.

Das eigene Kind leiden zu sehen bedeutet für Eltern zusätzliche Sorgen und Stress. Nur allzu gerne würde man das Kind von seinen Schmerzen befreien. Oder ihm glaubhaft machen können, dass Kratzen das Infektionsrisiko erhöht.

Wenngleich auch erblich bedingte Ursachen hinter Neurodermitis stecken mögen, können Sie als Elternteil folgende Punkte beachten und damit die Symptome angepasst behandeln.

  • Ernährung: Muttermilch ist nicht nur gesund für das Kind sondern kann auch der Entwicklung von Neurodermitis vorbeugen. Sobald Sie Beikost zuführen, sollten Sie auf hochallergene Lebensmittel wie Nüsse, Ei oder Fisch in den ersten zwei Lebensjahren verzichten.
  • Fingernägel: Um Verletzungen durch Kratzen zu verhindern sollten Sie die Fingernägel Ihres Kindes immer so kurz wie möglich schneiden und glatt feilen.
  • Wärme: Schwitzen verstärkt den Juckreiz. Achten Sie aus diesem Grund darauf, dass Ihr Kind nicht zu warm angezogen ist.
  • Kleidung: Die Kleidung sollte möglichst weit sein, damit die Reibung auf der Haut reduziert wird. Zudem sollten Sie darauf achten, dass die Kleidung aus Baumwolle oder Leinen hergestellt ist. Weniger hautverträglich sind Kleidungsstücke aus Wolle, Seide oder Kunstfasern. Es empfiehlt sich, vor dem ersten Tragen das Kleidungsstück mehrmals zu waschen und abschliessend gut auszuspülen.
  • Schädliche Umwelteinflüsse: Feinstaub belastet nicht nur die Lungen. Kinder, die an viel befahrenen Strassen leben oder oft Zigarettenrauch ausgesetzt sind erkranken häufiger an Neurodermitis. Aus diesem Grund sollten Sie während der Rush-Hour nicht lüften, sich in wenig befahrenen Strassen aufhalten und nicht vor dem Kind rauchen.
  • Waschen: Baden Sie Ihr Kind nicht in zu heissem Wasser und nicht zu lange, da es die Haut austrocknet. Beim Badezusatz sollten Sie darauf achten, dass kein Paraffin und keine Duft, Farb oder Konservierungsstoffe enthalten sind. Stattdessen sollten Sie rückfettende Produkte oder Badeöle verwenden.
  • Hautpflege: Auch für die tägliche Pflege sollten Sie auf rückfettende Pflegesalben setzen, die der Haut Ihres Kindes ihren natürlichen Schutz gibt.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind gute Besserung.

 

Jetzt zum Eucerin Newsletter anmelden!

Ihre Vorteile:

  • Gut beraten: Profitieren Sie von wertvollen Pflegetipps & Expertenwissen rund um das Thema Hautpflege
  • Nichts verpassen: Erhalten Sie vor allen anderen Informationen über Produktneuheiten.
  • Produkte gewinnen: Erfahren Sie als Erstes von unseren exklusiven Gewinnspielen