Die ersten Anzeichen von Neurodermitis und was dagegen hilft

Neurodermitis, atopisches Ekzem, atopische Dermatitis. Egal welche Bezeichnung verwendet wird, die Krankheit bleibt dieselbe.

Was eigentlich dazu gedacht ist, Sie zu schützen, wird bei Neurodermitis zur Sorge. Das Immunsystem, das auf eigentlich harmlose Einflüsse überreagiert. Die Gründe hierfür können vielseitig sein. Und genau so vielfältig sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Auf den ersten Blick mag das alles sehr verwirren. Doch wenn Sie sich die Zeit nehmen, sich ausreichend zu informieren und Geduld mit sich selbst und der Hauterkrankung haben, können Sie Ihre Lebensqualität schon bald verbessern.

So erkennen Sie Neurodermitis

Neurodermitis tritt häufig in Kombination mit trockener, sehr empfindlicher und rötender Haut auf. Wenn Sie bei sich diese Symptome feststellen und es gehäuft zum Juckreiz kommt, sollten Sie in jedem Fall einen Dermatologen aufsuchen.

Denn die richtige und frühzeitige Behandlung kann helfen die Zeit zwischen den Schüben zu verlängern. Bei Neurodermitis ist es wichtig, dass Sie auf die Schübe mit der richtigen Pflege reagieren und gegebenenfalls Medikamente einnehmen. Doch das ist nicht alles. Genau so entscheidend ist es für Sie zu wissen, was Sie in der Zwischenzeit tun können.

Das hilft bei Neurodermitis

Folgende bewährte Tipps helfen Ihnen, Neurodermitis in den Griff zu kriegen. Und das unabhängig von der Ursache, der Art und dem Schweregrad der Erkrankung.

 

1. Dem Kratzen vorbeugen

Wenn Sie bei sich beobachten, dass Sie in gedankenverlorenen Momenten kratzen oder häufiger morgens feststellen, dass Sie während des Schlafs Ihre Haut gekratzt haben, können Sie darauf reagieren. So können Sie sich beispielsweise Linderung dadurch schaffen, indem Sie die betroffenen Stellen mit Kleidung bedecken oder eine Mullbinde herumwickeln. Das schützt einerseits die Haut und hält Sie andererseits vom Kratzen ab.

 

2. Nägel kurz halten

Nur einmal ganz kurz für einen schnellen Augenblick kratzen? Damit ist jetzt Schluss. Um der Versuchung nicht mehr zu unterliegen sollten Sie Ihre Fingernägel kurz schneiden und anschliessend glatt feilen. Auf diese Weise tun Sie sich mittel und langfristig einen Gefallen. Denn eine aufgekratzte Haut juckt in jedem Fall noch mehr und ist noch anfälliger für neue Entzündungen.

 

3. Die richtigen Cremes und Lotions bei Neurodermitis

Umso sensibler die Haut reagiert, desto wichtiger wird die tägliche Pflege der Haut. Rezeptfreie und hochwertige Produkte sind ein gutes Mittel, um die Juckreize zu lindern und der Haut etwas Entspannung zu gönnen.

Wenn Sie ein Pflegeprodukt gefunden haben, welches Ihrer Haut gut tut, können Sie dieses auch unter der Mullbinde auf die Haut auftragen. Dadurch tun Sie Ihrer Haut gleich einen doppelten Gefallen.

 

4. Bäder geniessen

Mit einem Bad können Sie Ihrer Haut etwas Gutes tun – und gleichzeitig Ihre Seele baumeln lassen. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht heiss ist. Lassen Sie sich stattdessen lauwarmes Wasser ein. Das hilft der Haut beim Entspannen.

Als Badezusatz können Sie kolloidales oder ungekochtes Hafermehl verwenden. Dieses wirkt auf die Haut in mehrerlei Hinsicht positiv, beispielsweise indem es Hautirritationen behandelt.

 

5. Die richtige „Seife“

Gute Reinigung macht nicht nur sauber und lässt Sie gut riechen, sondern schont und pflegt auch Ihre Haut. Haut, die unter Neurodermitis leidet, ist besonders anspruchsvoll. Aus diesem Grund gibt es sogenannte seifenfreie Waschstücke, die einen hautneutralen pH-Wert haben, parfüm und farbstofffrei sind. Auf diese Weise wird Ihre Haut vom Austrocknen geschützt und die Barrierefunktion unterstützt. Achten Sie darauf, dass Sie das Reinigungsmittel gründlich von Ihrem Körper abwaschen.

 

6. Die Pflege danach

Nach der Reinigung ist es wichtig, dass Sie Ihre Haut dabei unterstützen, den richtigen Fettgehalt und eine gesunde Schutzschicht wiederzuerlangen. Verwenden Sie dazu am besten parfümfreie Feuchtigkeitscremes oder –Feuchtigkeitslotions. Sehr hilfreich können zudem Nachtkerzen, Omega und Traubenkernöl sein, die mit ihrem hohen Fettgehalt Ihre trockene Haut verwöhnen.

 

7. Die Kleidung macht’s

Für die Reibung auf der Haut ist massgeblich die Kleidung verantwortlich. Dieser ständige Kontakt kann die Haut auf zweierlei Weise reizen:

Zum einen, indem die Kleidung direkt auf der Haut aufliegt und an sensiblen Stellen für Reibung sorgt. Dadurch kann das Jucken verstärkt werden. Achten Sie aus diesem Grund darauf, dass Ihre Kleidung locker sitzt und genügend Raum lässt.

Zum anderen kann die Materialzusammensetzung zu einer Verschlimmerung der Neurodermitis führen. Die meisten Hautunverträglichkeiten bestehen bei Kleidung, die aus Seide, Wolle oder Kunstfasern hergestellt ist. Setzen Sie deshalb bei Ihrer nächsten Shopping-Tour auf Baumwolle oder Leinen – zumindest für die Kleidungsstücke, die Sie direkt auf Ihrer Haut tragen.

 

8. Eine gute Ernährung

Es ist kein Geheimnis: Was Sie essen hat Einfluss auf Ihren Stoffwechsel und Ihre Zellerneuerungsprozesse. Seien Sie deshalb achtsam, was Sie zu sich nehmen und wie viel. Und auch hier gilt die Regel: Kompletter Verzicht auf einen Inhaltstoff muss nicht unbedingt sein, ausser natürlich, wenn Sie mit Allergien zu kämpfen haben.

Ansonsten gilt: Die Menge macht’s. Gerne dürfen Sie sich ab und zu auch zu viel von etwas gönnen. Ansonsten aber sollten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung grossen Wert legen.

Um die Ernährung speziell auf Neurodermitis abzustimmen finden Sie hier eine Auflistung mit den wichtigsten Lebensmitteln, die Sie in Ihren Speiseplan aufnehmen können.

Diese Lebensmittel sollten Sie vermeiden oder nur in Massen geniessen:

  • Fette: Diese können Sie reduzieren, indem Sie den Konsum von Ölen, Käse, Eiern, tierischen Fetten und frittierten Speisen herunterschrauben.
  • Auf stark gezuckerte Nahrung und Süssigkeiten sollten Sie verzichten.
  • Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum. Sie müssen sich dabei nicht ausschliesslich vegetarisch ernähren. Vielleicht passt Ihnen das Konzept des „Weekday Vegetarian“ viel besser.
  • Verzichten Sie zudem auf scharfe und stark gewürzte Speisen. Kurze Regel: Was im Mund brennt, brennt auch auf der Haut.
  • Auch den Konsum alkoholischer und anregender Getränke wie Tee und Kaffee sollten Sie reduzieren.

Diese Lebensmittel helfen bei Neurodermitis:

  • Fettarmes Fleisch und Fisch sind in Ordnung und können durchaus auf dem Speiseplan auftauchen.
  • Die Mahlzeit können Sie mit gekochten Kartoffeln, Reis und gedünstetem Gemüse aufwerten.
  • Lauch, Spinat und Broccoli eignen sich perfekt als Beilagen.
  • Wenige Stunden bevor Sie zu Bett gehen können Sie Quark oder Kefir essen. Aus diesen Zutaten lassen sich auch leckere Desserts zaubern.
  • Alternativ können Sie auch auf Obst zurückgreifen. Seien Sie allerdings vorsichtig mit Zitrusfrüchten.
  • Genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen ist extrem wichtig. Mineralwasser mit Calcium, Grüner Tee, Minzen-Tee sowie Mate und Fruchtsäfte können für viel Abwechslung sorgen. Oder wie wäre es zum Beispiel mal mit Ziegenmilch?

 

9. Stress vermeiden

Stress führt uns bekanntermassen nirgendwo hin. Doch viel gravierender ist, dass er als einer der auslösenden Faktoren von neuen Schüben von Neurodermitis gilt. Insofern sollten Sie sich viele Pausen gönnen. Atmen Sie tief durch und nehmen sich Zeit für Dinge, die Sie lieben.

Unser Tipp: Machen Sie Kochen zu Ihrem Hobby. Damit schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Essenszubereitung wird zur Entspannung, der Genuss der Mahlzeit zum täglichen kulinarischen Höhepunkt und die guten Inhaltsstoffe verwöhnen Ihre Haut.

Geben Sie der Neurodermitis nur so viel Aufmerksamkeit wie es sein muss, um sie im Griff zu behalten. Aber das sollte es auch sein. Der Rest Ihrer Zeit und Energie sollte den schönen Dingen im Leben gelten. Denn Ihre Lebensqualität ist immer auch eine Sache des Fokus, den Sie legen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine schöne und angenehme Zeit.

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