Babyhaut besteht zwar aus gleich vielen Hautschichten wie die Haut Erwachsener, allerdings sind die einzelnen Schichten wesentlich dünner. Insgesamt beträgt die Dicke der Babyhaut nur etwa ein Fünftel der Hautdicke eines Erwachsenen.
Die äusserste Schicht der Epidermis, die Hornschicht, ist viel dünner und die Zellen sind weniger dicht angeordnet als bei Erwachsenen. Zudem arbeiten die Schweiss- und Talgdrüsen noch nicht in vollem Umfang, sodass der Hydrolipidfilm (eine natürliche Emulsion aus Wasser und Fett, die die Hautoberfläche bedeckt und schützt) und der Säureschutzmantel (der leicht saure, wässrige Teil des Hydrolipidfilms) noch relativ schwach ausgeprägt sind.
Deshalb ist die Barrierefunktion eingeschränkt:
- Babyhaut ist nicht so widerstandsfähig wie die Haut Erwachsener und reagiert besonders empfindlich auf chemische, physikalische und mikrobielle Einflüsse: Substanzen, mit denen Babyhaut in Berührung kommt, werden schneller aufgenommen und können bis in die tieferen Hautschichten eindringen.
- Babyhaut neigt zum Austrocknen.
- Babyhaut reagiert empfindlicher auf UV-Strahlung als ausgereifte Haut.
Diese UV-Empfindlichkeit wird zudem noch durch die geringe Pigmentierung verstärkt. Melanozyten (die Zellen, in denen das Melanin gebildet wird) sind zwar bereits vorhanden, arbeiten jedoch noch nicht in vollem Umfang.