Melanin – Hautpigment

Melanin – das Haar- und Hautpigment

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Was ist Melanin?

Melanin ist das farbgebende Pigment der Haut und der Haare. Man unterscheidet Phäo- und Eumelanin, wobei das Eumelanin eher eine braune bis schwarze Färbung von Haut und Haaren hervorruft, das Phäomelanin eher eine rötliche bis gelbe. Zudem gibt es weitere Melanine, die als Allomelanine zusammengefasst werden und überwiegend in pflanzlichen Mikroorganismen und Pilzen vorkommen. Bei jedem Menschen besteht eine individuelle Zusammensetzung der beiden Melanin-Arten. Diese bestimmt die Haut- und Haarfarbe. Auch die Farbe der Augen hängt davon ab, wie viel und welche Art Melanin der Körper bildet. Melanin ist in der Regel gleichmässig in der Haut verteilt. Wenn es an einigen Hautstellen gehäuft vorkommt, entstehen dunkle Flecken. Dieses Phänomen kennt man zum Beispiel als Muttermale und Leberflecken, Sommersprossen oder Altersflecken.

Wie wird Melanin gebildet und wie schützt es die Haut?

Melanin-Produktion in der Haut
Melanin-Produktion in den Melanozyten Bildunterschrift: In den Melanozyten wird Melanin produziert, welches die Haut bräunt und so vor Schäden durch UV-Strahlen schützt.

In der Haut sind verschiedene Zellen angesiedelt, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Die Melanozyten, die in der untersten Hautschicht (Basalschicht) liegen, sind für die Produktion von Melanin verantwortlich. Der Prozess, in dem das Melanin gebildet wird, heisst Melanogenese. Bei diesem komplexen biochemischen Vorgang wird die Aminosäure Tyrosin angereichert und vereinfacht gesagt – in speziellen Zellorganellen der Melanozyten zu Melanin umgewandelt. Das Melanin wird dann in die Keratinozyten der Haut transportiert, wo es die DNA der Zellen vor UV-induzierten Hautschäden schützt. Das funktioniert so:

 

  1. Die Melanin-Produktion wird durch eintreffende UV-Strahlen angeregt.
  2. Das Melanin schützt die Haut, indem es die auf die Haut auftreffende Lichtenergie in Wärmeenergie umwandelt.
  3. Durch diese Umwandlung verhindert das Hautpigment, dass die DNA der Zellen durch gefährliche UV-Strahlung geschädigt oder sogar zerstört wird.
  4. Die Haut wird durch das Melanin gleichmässig gebräunt.

Einflüsse, die bestimmen, wie viel Melanin gebildet wird

Es gibt einige Faktoren, die einen Einfluss auf die Bildung von Melanin haben. Dabei ist die Aktivität der Melanozyten erhöht und Melanin wird – insbesondere unter dem Einfluss von UV-Strahlen – an einigen Stellen des Körpers überproduziert. Die häufigsten Einflussfaktoren sind:
Bauch einer schwangeren Frau
Bei einer Schwangerschaft kann die hormonelle Veränderung zur gesteigerten Produktion von Melanin führen.
Frau schirmt Sonne mit Hand ab
Eine der Hauptursachen für Melanin-Flecken ist die UV-Strahlung der Sonne.

 

  • Die genetische Veranlagung: Die Hautfarbe ist in erster Linie genetisch bedingt. Je dunkler die Haut und die Haare, desto mehr Melanin produziert der Körper.

 

 

  • Das Alter: Auch das Alter spielt eine Rolle: Im Laufe des Lebens bilden sich an den Stellen, die am häufigsten der Sonne ausgesetzt sind, Verfärbungen. Man spricht hierbei auch von Altersflecken.

 

  • Hormone: Hormonelle Umstellungen können ebenfalls die Melanin-Produktion ankurbeln. Bei einigen Schwangeren treten beispielsweise Melasmen auf, auch bekannt als Schwangerschaftsmaske. Die Einnahme und das Absetzen der Anti-Baby-Pille ist ein weiterer hormoneller Grund für eine Veränderung in der Melanin-Produktion.

 

  • UV-Strahlung: Im Sommer sorgt die gesteigerte Kraft der Sonne zusätzlich für eine erhöhte Melanin-Produktion in der Haut.

 

  • Weitere Einflüsse: Luftverschmutzung, Medikamente, entzündliche Hauterkrankungen, z. B. postinflammatorische Hyperpigentierung nach einer Akne (Pickelmale), sowie dermokosmetische Behandlungen.

Was passiert bei einer Überproduktion von Melanin?

Altersflecken auf der Stirn
Eine Melanin-Überproduktion kann die Bildung von Pigment- bzw. Altersflecken zur Folge haben.

Eine Überproduktion des Hautpigments Melanin kann unerwünschte Folgen haben. Bei starker Sonnenexposition kann die Überproduktion von Melanin an den betroffenen Stellen eine Hyperpigmentierung in Form von Pigmentflecken hervorrufen. Diese Flecken sind zwar in den meisten Fällen harmlos, viele Betroffene empfinden sie aber als störenden Makel. Zudem können die dunklen Flecken, die durch die Melanin-Überproduktion entstehen, auch ein Warnzeichen sein und sollten beobachtet werden. Wenn Sie ungewöhnliche Pigmentveränderungen an der Haut bemerken oder wenn ein Fleck sich in Grösse, Form oder Farbe verändert, juckt oder blutet, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren. Zum regelmässigen Selbstcheck empfehlen wir die Anwendung der ABCDE-Regel.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, gegen Melanin-Flecken anzugehen und diese mit kosmetischen Produkten oder dermatologischen Behandlungen zu reduzieren und zu entfernen.

Melanin-Flecken entfernen

Pigmentflecken, die durch Melanin-Überproduktion entstehen, können Sie beispielsweise mithilfe dermokosmetischer Methoden oder mit spezieller Hautpflege entfernen.

Chemisches Peeling

Ein chemisches Peeling kann Melanin-Flecken entfernen, indem es die oberste Hautschicht ablöst. Dabei werden säurehaltige Lösungen dort aufgetragen, wo sich die Flecken gebildet haben. Mit der abgelösten Hautschicht werden auch die Flecken mit von der Haut abgetragen. Darunter liegt eine jüngere Hautschicht, die dann an die Oberfläche kommt.

Laserbehandlung

Beim Lasern lassen sich durch Melanin verursachte Pigmentflecken gezielt entfernen. Je nach Intensität der Behandlung dringen die Impulse entweder nur in die obersten Schichten der Epidermis oder aber bis in die unteren Hautschichten der Dermis vor.

IPL-Technik (Intense Pulse Light)

Die IPL-Technologie stellt eine Alternative zum Lasern dar. Auch hier werden Hautstellen punktgenau behandelt, jedoch arbeitet der Dermatologe statt mit Laserstrahlen mit stark gebündeltem Licht, welches beim Auftreffen auf die Haut in Wärmeenergie umgewandelt wird. Genau wie bei starker Sonneneinstrahlung werden die Hautzellen inklusive der Farbpigmente (gezielt) zerstört.

Pflegeprodukte gegen Melanin-Flecken

Es gibt jedoch auch weniger invasive Methoden, um Melanin-Flecken entfernen oder reduzieren zu können. Passende Produkte, die die Bildung des Hautpigments Melanin regulieren und bei regelmässiger Anwendung Hautverfärbungen verschwinden lassen, bietet die Anti-Pigment Pflegeserie von Eucerin. Der hochwirksame patentierte Wirkstoff Thiamidol hemmt die Melanin-Produktion direkt am Ursprung in den Melanozyten. Dadurch werden Pigmentflecken sichtbar reduziert und deren Neuentstehung verhindert. Wissenschaftliche Tests haben gezeigt, dass die ersten Ergebnisse bereits nach einer Anwendungszeit von 2 Wochen sichtbar werden. Bei kontinuierlicher Anwendung können Melanin-Flecken so effektiv entfernt werden. Das Resultat ist ein ebenmässiger, frischer Teint.

Vervollständigen Sie die Routine

Melanin-Flecken vorbeugen

Allgemein ist ein guter Sonnenschutz essenziell, wenn Sie verhindern wollen, dass durch Melanin unregelmässige Flecken auf der Haut entstehen. Der ungeschützte Aufenthalt in der Sonne birgt ausserdem gesundheitliche Gefahren: Durch UV-Strahlung werden freie Radikale in der Haut freigesetzt, die die DNA der Zellen angreifen und zerstören können. Die Konsequenzen reichen von vorzeitiger Hautalterung bis hin zur Entstehung von Hautkrebs. Achten Sie daher immer darauf, vor dem Aufenthalt im Freien ein passendes Sonnenschutzmittel aufzutragen.
Eucerin Pigment Control Sun Fluid LSF 50+

 

Eucerin bietet spezielle Sonnencremes, -gels und fluids für jedes Hautbedürfnis an – unter anderem auch das Pigment Control Sun Fluid LSF 50+. Dieses bietet sehr hohen Schutz und enthält den patentierten Pflegewirkstoff Thiamidol, welcher gegen die übermässige Melanin-Produktion wirkt. Der spezielle Sonnenschutz erzielt ausserdem den Effekt, dass bereits entstandene Pigmentflecken gemildert werden und deren Neuenstehung vorgebeugt wird.

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