Mit der ABCDE-Regel Muttermale am Rücken untersuchen

Die ABCDE-Regel - wie Sie verdächtige Muttermale identifizieren

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Was ist die ABCDE-Regel?

Die ABCDE-Regel können Sie einfach selbst anwenden, um die Haut auf Veränderungen zu kontrollieren. Die Abkürzung ist in der Dermatologie mit Hautkrebsvorsorge verbunden, wobei jeder Buchstabe für ein Merkmal steht, welches auf eine krankhafte Mutation hinweisen kann. Mit der ABCDE-Regel lassen sich Muttermale und Leberflecken nach einem zuverlässigen Schema auf Auffälligkeiten untersuchen.

Wie Sie die ABCDE-Regel bei Muttermalen anwenden

Frau untersucht Gesicht
Untersuchen Sie die Muttermale im Gesicht und am Körper regelmässig nach der ABCDE-Regel.
Hautveränderungen wie Leberflecken werden oft durch Sonneneinstrahlung hervorgerufen oder verstärkt. Aus ihnen kann sich, wenn die Zellen durch Strahlung zerstört oder verändert werden, sowohl weisser (Basaliom) als auch schwarzer Hautkrebs (Melanom) entwickeln. Daher ist es wichtig, dass Sie neben der regelmässigen Hautkrebsvorsorge beim Hautarzt Ihre Haut auch selbst untersuchen, um verdächtige Flecken schnell zu identifizieren und ggf. behandeln zu lassen. Wenn Sie den Eindruck haben, dass sich ein Muttermal verändert, können Sie mithilfe der ABCDE-Regel erkennen, ob Sie es dermatologisch untersuchen lassen sollten. Bei der ABCDE-Regel steht jeder Buchstabe für ein Merkmal, das eine möglicherweise gesundheitsgefährdende Veränderung eines Muttermals darstellt:

A: Asymmetrie

Bei Unregelmässigkeiten in der Form, zum Beispiel, wenn ein Muttermal stark in eine Richtung wächst und nicht gleichmässig rund oder oval ist, kann dies ein erstes Warnsignal sein.

B: Begrenzung

  Ist ein Muttermal oder Leberfleck an den Rändern ausgefranst, verwaschen oder unscharf, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass eine krankhafte Veränderung (Mutation) im Gange ist. Scharf begrenzte, glatte Flecken sind hingegen meist unbedenklich.

C: Colour (Farbe)

Auch bei mehreren unterschiedlichen Farbtönen oder Farbabstufungen und bei Verfärbungen ins Rötliche, Weisse oder Schwarze innerhalb eines Muttermals muss diese Entwicklung vom Hautarzt untersucht werden.

D: Durchmesser

Bei einer Grösse von mehr als 5 mm oder ungewöhnlich schnellem Wachstum ist ebenfalls Vorsicht geboten. Bei einem schnell wachsenden Muttermal sollten Sie unbedingt einen Dermatologen aufsuchen.

E: Entwicklung / Erhabenheit

 Allgemein sind Veränderungen in Form, Farbe und Grösse immer kritisch zu betrachten. Wenn ein Muttermal ausserdem erhaben ist, ist auch dies eine Entwicklung, die ärztlich untersucht werden sollte.

Beim Anwenden der ABCDE-Regel auf Muttermale und andere Pigmentflecken können Sie zusätzlich auf folgende Auffälligkeiten achten und bei einer oder mehreren dieser Anzeichen entsprechend einen Hautarzt zu Rate ziehen:

  1. Hat sich der Fleck neu gebildet oder wächst nach jahrelangem Stillstand plötzlich wieder (vor allem im Erwachsenenalter ist die Neubildung von Muttermalen eher ungewöhnlich)?
  2. Hebt sich der Fleck in Form oder Ausbreitung deutlich von anderen ab?
  3. Gibt es eine plötzliche, deutliche Farbänderung (heller oder dunkler)?
  4. Juckt, blutet oder nässt ein Muttermal?

Wie oft sollte ich die Haut nach der ABCDE-Regel untersuchen?

Untersuchen Sie Ihre Haut am ganzen Körper regelmässig – genauer, etwa einmal monatlich – nach der ABCDE-Regel auf verdächtige Veränderungen und neue oder wachsende Hyperpigmentierungen. Bereiche, die Sie selbst nicht einsehen können, wie beispielsweise den Rücken, lassen Sie von Ihrem Partner oder einer anderen Ihnen nahestehenden Person untersuchen. Vergessen Sie auch nicht, die Haut zwischen den Fingern und Zehen, in Hautfalten, hinter den Ohren, am Kopf und im Intimbereich nach Muttermalen abzusuchen.

Bedenken Sie, dass Hautveränderungen auch gutartiger Natur sein können. Braune Flecken auf der Haut können viele Auslöser haben und sind in den meisten Fällen vollkommen harmlos. Nur bei ungewöhnlichen Veränderungen sollten Sie aufmerksam werden. Dann ist die Anwendung der ABCDE-Regel sehr hilfreich, um festzustellen, ob eine hautärztliche Untersuchung stattfinden sollte.

Hautkrebs vorbeugen mit Sonnenschutz und Hautpflege

Trotz eindeutiger Warnungen und einem wachsenden Bewusstsein für Hautkrebs häufen sich die Fälle von UV-bedingten Hautschäden in den letzten Jahren immer mehr. Gesundheitsschädliche Hautveränderungen wie die Entstehung von Hautkrebs sind per ABCDE-Regel-Anwendung zwar frühzeitig zu erkennen, jedoch können und sollten Sie aktiv etwas tun, um solchen Mutationen von Muttermalen vorzubeugen. Da die meisten Formen von Pigmentstörungen – ob gut- oder bösartig – von übermässiger Sonnenexposition herrühren, ist Sonnenschutz die wichtigste Massnahme gegen die Entstehung von Hautkrebs. Gerade bei hellen Hauttypen und Menschen mit vielen Muttermalen ist ausreichender Sonnenschutz unerlässlich. Unabhängig vom Hauttyp sollten Sie jedoch im Sommer täglich eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und UVA-/UVB-Filtern auf die Haut im Gesicht und am Körper auftragen.

Bei Eucerin finden Sie für jeden Hauttyp die passende Sonnenpflege. Insbesondere, wenn Sie Ihre Haut vor Sonnenschäden wie Pigment- und Altersflecken schützen möchten, aber auch für einen zuverlässigen Schutz der Haut vor ernsteren Schäden, sind die Eucerin Sonnenpflegeprodukte die richtige Wahl.

Vervollständigen Sie die Routine

Auch an bewölkten Tagen und in weniger sonnenintensiven Jahreszeiten sollte der Sonnenschutz nicht zu kurz kommen. Bei vielen Muttermalen und Leberflecken oder, wenn die Haut zu Pigmentflecken neigt, sollte auch im Winter eine entsprechende Tagescreme mit Lichtschutzfaktor in die tägliche Hautpflege mit aufgenommen werden. Besonders geeignet ist hier die Anti-Pigment Tagespflege LSF 30 von Eucerin. Die feuchtigkeitsspendende Creme enthält den patentierten Pflegewirkstoff Thiamidol, der hilft, Pigmentflecken sichtbar zu reduzieren und deren Neuentstehung vorzubeugen. Zusätzlich bietet die Tagespflege mit LSF 30 + UVA/UVB-Filtern einen effektiven Sonnenschutz.

Hautkrebsvorsorge beim Hautarzt – ab wann und wie oft?

Alle zwei Jahre sollten die Muttermale am Körper dermatologisch untersucht werden. Wenn Sie durch Anwendung der ABCDE-Regel einen auffälligen Fleck entdeckt haben, machen Sie natürlich direkt einen Termin beim Hautarzt.

Wie läuft die Hautkrebsuntersuchung ab?

Muttermal auf der Schulter einer Frau
Bei der gesetzlichen Hautkrebs-Früherkennung werden die Muttermale dermatologisch untersucht.

Beim Hautkrebs-Screening schaut sich der Dermatologe die Flecken auf der Haut genau an. Auch er geht im Kopf die Merkmale der ABCDE-Regel durch. Bei der Untersuchung benutzt der Hautarzt ein Dermatoskop. Dabei handelt es sich um ein Auflichtmikroskop, welches auf die Muttermale gesetzt wird. Durch das Dermatoskop betrachtet der Hautarzt die Male in vergrösserter Form. So können Unregelmässigkeiten schnell erkannt werden. Bei Verdacht auf ein Melanom wird eine Hautprobe genommen. Das Muttermal wird entfernt und im Labor auf bösartige Mutationen untersucht. Jedoch besteht meist kein Grund zur Sorge: Nur selten kommt bei der Untersuchung einer Gewebeprobe ein unerfreuliches Ergebnis zurück. Dennoch sollte man die Hautkrebsvorsorge nicht auf die leichte Schulter nehmen, die ABCDE-Regel gewissenhaft anwenden und die Haut vor UV-Strahlung und anderen äusseren Einflussfaktoren schützen.

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